
Wie ist Ihr Designverständnis? Das ist immer eine der ersten Fragen, die wir unseren Interviewpartnern und -partnerinnen stellen. Zu den verschiedenen Antworten gesellt sich sicherlich noch eine weitere Definition, die das ureigene, persönliche Verständnis von Design erläutert. Der Begriff Design ist in der heutigen Zeit überstrapaziert. Denn fast alles wird unter dem Label „Design“ angeboten, doch letztlich aber entscheidet jeder nach seinem eigenen Gusto, ob das Produkt ansprechend ist oder nicht.
Unterschiedliche Branchen prägen die verschiedensten Ansatzpunkte von Formen. So darf die Designsprache im Automobilbau nicht den kurzfristigen Trends unterworfen sein, wenn eine neue Autoserie noch ein paar Generationen weiter über die Straßen rollen soll. Zudem ist beim Auto die Optik besonders eng mit der Marke verknüpft. Bei einem vorbeifahrenden Auto auf den ersten Blick an den Hersteller zu denken, genau hier liegt der Ansatzpunkt bei der Designentwicklung. Ein Audi sieht nun mal wie ein Audi aus und nicht wie ein BMW, VW oder Mercedes. Aber auch in anderen Branchen schärft Design das Markenprofil. Die weltweit größte und wertvollste Designmarke ist Apple, dessen Produkte sich eindeutig durch das Design von anderen abheben. Wichtig ist jedoch, dass die Funktion das Design bestimmt und nicht umgekehrt. Ein Gegenstand, der attraktiv aussieht, jedoch in der Bedienbarkeit nicht logisch aufgebaut ist, bleibt ein unbrauchbarer Gegenstand. Dies gilt für Produkte in allen Bereichen des privaten wie des geschäftlichen Lebens.
Architektur und Design sind enge Verwandte, sonst würden alle Häuser recht gleich sein. Das Gegenteil ist der Fall, wie Sie sehen werden: Wir zeigen Ihnen die unterschiedlichsten Objekte zum Wohnen, Leben und Arbeiten.
Als weiteren Schwerpunkt präsentieren wir Ihnen die wahrscheinlich kleinsten Designgegenstände: Sie befinden sich an der Wand und wir benutzen sie mehrfach am Tag, ohne uns deren Bedeutung bewusst zu sein. Gemeint sind die Schalter und Stecker – elementare Einrichtungsgegenstände in der Wohnung. Diesen kleinen Dienstleistern widmen wir einen Ausflug in ihre Entstehungsgeschichte.
Ebenfalls klein, aber von unschätzbarer Bedeutung, sind die Präzisionsgegenstände, die uns das messen, wovon wir am wenigsten haben und was wir immer nur einmal haben. Denn das Vergangene können wir nicht mehr zurückdrehen – wie die Zeit: Wir machen einen Exkurs in die Geschichte der Uhr. Schon die Sumerer – mehr als 5000 Jahre v. Chr. – widmeten sich der Zeitmessung. Und das Erstaunlichste dabei: Ihre Variante der Uhr war so exakt, dass sie sich von unserer heutigen Zeitmessung nur um wenige hundertstel Sekunden unterscheidet. Wir aber brauchten Jahrtausende, um durch Computerberechnungen zu erkennen, wie gelehrt unsere Vorfahren waren!
Wir wünschen Ihnen beim Lesen so viel Spaß, wie wir bei der Produktion des Magazins hatten. Lassen Sie sich inspirieren! Marianne & Jürgen Brandenburger
| Marianne & Jürgen Brandenburger
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ZU DEN FRÜHEREN AUSGABEN:
Titelbild links Ausgabe 2.11:
VILLEROY & BOCH AG, www.villeroy-boch.de
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Titelbild Mitte Ausgabe 1.11:
MARIO HEIN Achitekt BDA die kollegen, www.diekollegen.info
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Titelbild rechts Ausgabe 1.12:
PARADOR www.parador.de
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Titelbild Ausgabe 2.12
MERCEDES www.parador.de
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Ausgabe 2.13 ist Anfang Juni 2013 im Handel
Die AKTUELLEN AUSGABE 1.13 ist im Handel/Kiosk erhältlich
Titelseite: METAFORM, www.metaform.lu | Städtischer Blickfang | siehe ab Seite 194 | Fotografie: Steve Troes